im_Interview.jpg
/ Dr. Soizic Grote, Christiane Hering

Interview mit Patentanwaltskandidatin Dr. Soizic Grote

Die 29-jährige Physikerin hat im Bereich Nanotechnologie promoviert. Sie stammt ursprünglich aus Rennes in Frankreich und lebt seit 2011 in Deutschland. Seit Januar 2017 ist sie Patentanwaltskandidatin bei Cohausz & Florack.

Wie sind Sie mit dem Berufsbild des Patentanwalts in Berührung gekommen?

Als ich 2016 gegen Ende meiner Promotion an der Universität Münster überlegt habe, wie es für mich weitergehen kann, habe ich eine Anzeige des Europäischen Patentamts für eine Stelle als Patentprüfer entdeckt. Gefordert waren gute Kenntnisse in Französisch, Deutsch und Englisch, ein abgeschlossenes Ingenieurstudium und etwas Erfahrung in der Forschung. Das passte bei mir wie die Faust aufs Auge! Ich habe ein wenig im Internet recherchiert und bin dabei schnell auf die Website von Cohausz & Florack gestoßen. Die Seite hat auf mich direkt einen sympathischen Eindruck gemach und ich habe hierüber viele hilfreiche Infos - auch über den spannenden Beruf des Patentanwalts - bekommen. Also habe ich diesen Berufsweg eingeschlagen und mich bei Cohausz & Florack beworben.

Was ist für Sie das Faszinierende an dem Beruf?

Der Beruf ist unheimlich abwechslungsreich, ich lerne täglich etwas Neues hinzu. Außerdem bleibt man als Patentanwalt immer auf der „positiven Seite“ der Technik: Man beschäftigt sich mit Lösungen für technische Probleme – das empfinde ich als sehr angenehm. Und: Die Arbeit findet nicht nur auf Deutsch, Französisch oder Englisch statt, sondern immer auch in den Sprachen der Technik und der Rechtswissenschaft. Das finde ich spannend!

Nanotechnologie und Jura – wie passt das überhaupt zusammen?

Die Nanotechnologie beschäftigt sich mit kleinsten Prozessen und Gegenständen. Trotzdem lassen sich durch Modifizierung und Optimierung dieser Prozesse und Gegenstände große Wirkungen erzielen oder beeinflussen. Ich denke, dass in Jura ebenfalls kleine Schritte große Wirkungen haben können. Hierin sind sich Naturwissenschaften und Jura also recht ähnlich.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht man als Patentanwalt bei C&F?

Neugier und analytisches Denken sind sehr wichtige Eigenschaften für den Beruf. Zudem sollte man in der Lage sein, Erfindungen sowohl mit der Brille des Technikers als auch aus juristischer Sicht zu betrachten. Für die Tätigkeit als deutscher Patentanwalt sollte man gute Deutschkenntnisse mitbringen: Hier geht es oft um Details – die schnell verloren gehen, wenn man die Sprache nicht versteht oder sich nicht gut ausdrücken kann. Für das Europäische Patentrecht spielt auch Englisch eine große Rolle.

Wie gefällt Ihnen Düsseldorf? Und inwiefern ist die Stadt für Sie womöglich schon zu Ihrer „deutschen Heimat“ geworden?

Ich lebe seit 2011 in Deutschland. Seit 2016 wohne ich in Köln, ich komme jedoch gerne für die Arbeit nach Düsseldorf. Meine „deutsche Heimat“ ist aber eher Münster, wo ich promoviert habe.

Zurück zu den aktuellen Blogbeiträgen
Grote_Dr._Soizic_Kandidateninterview.jpg